Weltmacht ohne Skrupel: Die dunkle Seite der Globalisierung - Wie die USA systematisch Entwicklungsländer ausbeuten
Das von Perkins in Weltmacht ohne Skrupel beschriebene „Imperium“ wird von einem Machtzirkel „regiert“, der sich jeder demokratischen Kontrolle entzieht. Ganz im Gegenteil haben dessen Protagonisten, wenn man den Ausführungen folgt, weitgehend längst die Kontrolle über die Institutionen der Demokratie übernommen: „Sie leiten unsere Konzerne und durch diese unsere Regierung. Sie bewegen sich durch die ‚Drehtür der Macht‘ zwischen Politik und Wirtschaft hin und her. Da sie die Wahlkämpfe und die Medien finanzieren, kontrollieren sie die Volksvertreter und die Informationen, die uns zur Verfügung gestellt werden. Diese Männer und Frauen – die Korporatokratie – haben die Macht, gleichgültig ob die Republikaner oder die Demokraten das Weiße Haus oder den Kongress beherrschen. Sie sind nicht dem Willen des Volkes unterworfen, und ihre Amtszeit ist nicht gesetzlich begrenzt.“ Von der Existenz dieses im Verborgenen errichteten Imperiums wüssten die meisten Bürger nichts. Tatsächlich aber beherrsche die Korporatokratie nicht nur (zu deren nur vermeintlichen Wohle) die USA, ihre Tentakel reichten vielmehr weltweit „bis in die letzten Regenwälder und die abgelegensten Wüstenregionen“.
Mit mehreren Dutzend Fallgeschichten aus Asien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Afrika zeigt Perkins, der ohne Scheu auch Namen nennt, was Konzerne wie Halliburton oder Bechtel in der Welt eigentlich alles so anstellen, wer sie dabei gewähren lässt oder sogar unterstützt, wie Entwicklungshilfegelder und –kredite in die eigenen Taschen zurückgelenkt werden und die so genannten „Nehmerländer“ bei all dem immer nur noch ärmer werden. Und er zeigt auch, warum hin und wieder auch schon einmal jemand mit seinem Flugzeug abstürzen oder sonstwie zu Tode kommen muss, damit das System weiter funktioniert. Freunde hat sich Perkins in gewissen Kreisen schon mit seinem ersten Buch gewiss keine gemacht. Damit aber, dass er jetzt noch einmal so übel nachtritt, hat er sich dazu ohne Zweifel auch noch eine Menge Feinde eingehandelt. -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de
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Habe es genossen dies Buch zu lesen. Nur hatte ich mir mehr erwartet - neue Informationen, Enthüllungen . . . (dies Wissen, welches in dem Buch vermittelt wird, kann man sich selbst, sogar nur mit Internetrecherche, aneignen) Trotzdem kann ich dieses Buch jedem empfehlen, welcher der Globalisierung und der Amerikanisierung der Welt kritisch gegenüber steht, wer sich mehr auf der wissenschaftlichen Ebene mit diesem Thema auseinandersetzen will - empfehle ich sehr - Stiglitz - "Die Schatten der Globalisierung" (2002)
Hunderttausende Exemplare hat John Perkins von seinem Enthüllungsbericht Bekenntnisse eines Economic Hit Man verkauft. Mit "Weltmacht ohne Skrupel" legt er ein weiteres US-Schwarzbuch vor. Die amerikanische „Korporatokratie“, so Perkins, reißt sich die Ressourcen der Erde unter den Nagel und ist stets bestrebt, auf Kosten der Armen und der Umwelt so günstig wie möglich zu produzieren. Dazu setzen die Konzerne jedes erdenkliche Mittel ein und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Woher Perkins das weiß? Er war, wie er detailreich schildert, selbst als „Wirtschaftskiller“ im Auftrag der National Security Agency unterwegs und hat nach seinem ersten Bestseller mit Kollegen gesprochen, die ebenfalls genug von ihrem Schurkendasein hatten. Ob man den wilden Geschichten mehr Glauben schenken soll als einem John-le-Carré-Thriller, darüber lässt sich streiten. Perkins’ Storys sind allerdings zu konkret, um komplett erfunden zu sein. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die den Vorgänger nicht gelesen haben oder sich auf den neusten Stand in puncto „Schurkenstaat USA“ bringen wollen.
John Perkins, ehemaliger Economic Hit Man (kann man als Manager eines Grosskonzerns, welcher im Ausland agiert übersetzen), schildert in seinem Buch die Vorgehensweise der US-Grosskonzerne in der Dritten Welt. Hierbei ist das Szenario immer ähnlich. Man greift nach den Bodenschätzen und nutzt hierbei die billigen Arbeitskräfte der Einheimischen. Die jeweiligen Länder werden ermutigt Infrastrukturen (Strassen, Häfen,...) zu erschliessen, bekommen hierfür Kredite genehmigt um später hochverschuldet zu sein und in eine totale Abhängigkeit zu fallen. Die Konzerne streichen so Riesenprofite ein (werden noch von Politikern und Organismen wie die Weltbank unterstützt) und die einheimische Bevölkerung verarmt. Hinzu kommt noch dass die Umwelt dieser Regionen zerstört wird.
Am schlimmsten ist die Lage in Afrika, wo zu dem Ganzen noch die Bürgerkriege genutzt werden (respektiv bewusst eingeleitet oder verlängert werden) um in dem Chaos ohne Kontrolle die Länder auszubeuten (Kongo, Sudan,...).
Führer aus Ländern, welche versuchten die Ressourcen zum Nutzen des eigenen Volks einzusetzen wurden von Putschisten gestürzt/ermordet und durch US-Marionettenregime ersetzt. Den Umsturz macht man international glaubwürdig, indem man behauptet das Regime sei kommunistisch, unterstütze den Terrorismus oder den Drogenhandel.
Trotz allem gibt es auch Lichtblicke. In Südamerika setzen Präsidenten wie Chavez in Venezuela oder Morales in Bolivien sich für das Volk ein und bieten den Konzernen und den USA die Stirn. Verschiedene Organisationen versuchen den Menschen und deren Umwelt zu helfen. Positiv ist auch dass der Autor die Fehler seiner früheren Arbeitgeber erkannt hat und nun die Seite gewechselt hat.
Jeder Mensch muss sich selbst die Frage stellen, was ihm wichtiger ist, Profit und Gier oder Enthaltsamkeit und Respekt für Mitmenschen und Natur.
Ein wichtiges Buch, welches aufklärend ist, und deswegen jedem zu empfehlen ist.